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CD-BESPRECHUNG / CD-REVIEW

 

 

 Album des Monats August
 
Kylie Auldist - Just Say (Tru Thoughts/Groove Attack)

 

 

 

Kylie Auldist - Just Say

(Tru Thoughts/

Groove Attack)

 

 

Kylie Auldist - Just Say (Tru Thoughts/Groove Attack)

 

Zunächst mal: Die Musik auf “Just Say” ist nicht, wie das Cover, das ansonsten sehr ansprechend gestaltet ist, suggeriert, Latin, Chill Out, House oder elektronische Musik. Es ist Soul. Absolut gar nichts anderes. Und genau da liegt zugleich die Stärke und die Schönheit des Albums.

 

Kylie Auldist war als Sängerin bereits bei The Bamboos auffällig. Da war der Weg für das Label der Bamboos, Tru Thoughts Records, natürlich nicht weit, was nun in einem sehr reifen, frischen und zugleich auf die Leidenschaft des Soul abzielenden Album gipfelt.

 

Und um auch hier sofort reinen Tisch zu machen: Ja, “Just Say“ bedient auch jenen momentan zum Hype erklärten Musiktrend, den Soul der Sechziger Jahre wieder aufleben zu lassen. Stichwort Amy Winehouse, Duffy, Sharon Jones, Nicole Willis, The Soul Snatchers – die Liste wird täglich länger.

 

Jetzt, da wir das hinter uns haben – zur Musik. Die klingt so authentisch, dass man fast vermuten möchte, das Album sei ein Wiederentdecktes aus den Archiven eines großen Majorlabels. Weit gefehlt.

 

Tatsächlich klingen die elf Stücke auf “Just Say“ trotz der stilistischen Zuwendung an Sixties Soul irgendwie neu, haben diese winzige, aber spürbare Portion Anders, die, will man dem Hype entkommen, einfach dazu gehört.

 

Dieses Andere ist schnell herausgefiltert: Auldists Stimme. Kylie (nein, nicht die) setzt ihr Organ sehr vorsichtig ein, fast so, als wolle sie, trotzdem ihr Organ wesentlich mehr Volumen hat, der Musik diese Prise Dusty Springfield, oder diese winzige Spur Diana Ross  verpassen. Und trotzdem lässt sich gleichzeitig die Ausdruckskraft ihrer Stimme ausmachen.

 

Diese Stimme vibriert auch schon mal eigenwillig vom Gradlinigen weg (“No Use“), ohne dabei Magie einzubüssen. Einfach herrlich auch, wie Auldist Balladen wie “Everybody Here Wants You“ samten bedient. So sollte Soul klingen. Wehmütig, dabei kraftvoll. Und beim letzten Stück “Never Did I Stop Loving You“ lässt es Kylie Auldist noch mal richtig krachen. Einen kraftvolleren, dabei unaufdringlicheren Weg, sich von einem der besseren Soul-Alben des laufenden Jahres zu verabschieden, kann ich mir kaum vorstellen.

 

Die Songs sind allesamt von Lance Ferguson produziert (als Lanu fester Teil der Bamboos) und lassen großes Potential erkennen. Ich bin jetzt schon  gespannt, wie es für Kylie Auldist nach so einem beeindruckenden Debüt weiter geht. Der SOUL TRAIN drückt die Daumen.

 

© Michael Arens

 

 

 

 

 

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