MICHAEL ARENS' SOUL TRAIN

 

 

 

 

 

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Michael Arens' SOUL TRAIN - Germany's Soul Music-Magazine Nr.1! (www.soultrainonline.de)

 

 

 

MICHAEL ARENS' SOUL TRAIN - Your monthly Mag for Soul, Funk, RnB, Smooth Jazz & Urban Grooves

 

INTERVIEW

 

 

 

 

 

Eric Darius - Soulful Smooth Jazz

Aktuelles Album: Eric Darius - Goin’ All Out (Blue Note/EMI)

 
 

Eric Darius - Soulful Smooth Jazz

 

 

Eric Darius - Soulful Smooth Jazz

Aktuelles Album: Eric Darius - Goin’ All Out (Blue Note/EMI)

 

 

Eric Darius

 

 

Soulful Smooth Jazz

 

 

Eric Darius

 

 

Eric Darius

 

 

 

 

 

Eric Darius -

Goin’ All Out

(Blue Note/EMI)

 

 

 

 

Smooth Jazz kommt im SOUL TRAIN nicht von ungefähr eher selten vor, obgleich jener melodische und harmonische, Soul-verliebte, Seitenarm des Jazz sogar im Slogan des Magazins steht: “Your monthly Mag for Soul, Funk, RnB, Smooth Jazz & Urban Grooves“.

 

Der Grund dafür ist allerdings ein recht simpler: Es gibt in Deutschland kaum Veröffentlichungen des Genres. In den USA, wo Smooth Jazz eine lange Tradition hat, ist das Genre ein weithin respektiertes, hat enorme Verkaufszahlen und Superstars wie Jeff Lorber, Kenny G., Chris Botti, Brian Culbertson oder Norman Brown und sogar eigene Smooth Jazz-Auszeichnungen vorzuweisen.

 

Und so bleibt in Deutschland, wo der Smooth Jazz besonders von puristischen Jazzern müde belächelt wird, oft nur der Weg über den Import, was aufgrund der Preispolitik immens teuer werden kann.

 

Eric Darius macht jenen Smooth Jazz. Und sein Album ist in Deutschland regulär über den Handel zu beziehen. Was uns vom SOUL TRAIN auf den Plan bringt. Sein aktueller, vierter Longplayer “Goin’ All Out“, bereits vor einiger Zeit beim renommierten, traditionellen Jazzlabel Blue Note (Vertrieb über EMI) erschienen, ist dabei derart kurzweilig, dass man nicht völlig falsch liegt, zu sagen, dass das Album neben den üblichen Smooth Jazz-Zutaten Jazz, Soul und RnB auch eine frische, knackige Portion Pop mitbringt. Was dem Sound des Albums sehr gut tut. Denn so frisch klingt selbst bewegter Smooth Jazz selten.

 

Dabei kommen auch die Smooth Jazz-Traditionen wie das covern bekannter Songs aus Soul, RnB und Pop nicht zu kurz. Dieses mal wurde Material von Mary J. Blige oder Ne-Yo ins Repertoire überspielt.

 

Der in Tampa, Florida, aufgewachsene Eric Darius wurde in eine sehr musikalische Familie hineingeboren und begann bereits mit zehn Jahren, Saxofon zu spielen. Bereits ein Jahr später spielte er in einer renommierten Jazzformation, Sonny LaRosa and Amercia’s Youngest Jazz Band. Die Band tourte durch das ganze Land und spielte sogar auf dem Prestige-trächtigen Montreux Jazz Festival in der Schweiz.

 

Mit 17 erschien dann bereits das Debütalbum Darius’, “Cruisin’“, dass er unabhängig selbst finanzierte und vertrieb. Sein zweites Album, “Night On The Town“, erschien bereits bei einem großen Label, Higher Octave Records, gefolgt von “Just Getting Started“, dass 2006 auf dem Narada Jazz-Label erschien.

 

Und so sind wir schließlich in der Gegenwart angelangt. Bei “Goin’ All Out“, dass Eric Darius zu dem wohl legendärsten Jazzlabel der Musikgeschichte bringt: Blue Note.

 

Der SOUL TRAIN war fasziniert von dieser Entwicklung und Erics Album “Goin’ All Out“, und schickte Holger S. Jansen, Herrn Darius nach der Smooth Jazz-Philosophie zu befragen…

 

 

Holger S. Jansen: “Wie kam es zu “Goin’ All Out“?”

 

Eric Darius: “Bevor ich überhaupt mit diesem Projekt angefangen habe, wusste ich bereits, dass ich etwas machen wollte, dass ich nie zuvor gemacht hatte. Ich wollte ein Album machen, dass Grenzübergreifend viele verschiedene Sounds, Stile und Genres berührt. In den letzten Jahren hatte ich viel RnB, Hip Hop, Pop, Reggae, Rock und Gospel gehört. Ich wollte all diese Momente in mein Album integrieren. Ein Hauptziel war dabei, eine jüngere Generation zu erreichen, damit diese sich besser damit identifizieren können. Ich wollte einfach alle ansprechen, nicht nur die Smooth Jazz-Fans. Und ich bin sehr glücklich mit dem Album.“

 

Holger S. Jansen: “Gerade in Deutschland wird auf Smooth Jazz, besonders aus dem “elitären“ Jazz-Lager, immer wieder herunter gesehen, als sei es eine mindere, kaum ernst zu nehmende Musikgattung…“

 

Eric Darius: “Es gibt einfach viel zu viel Diskussion um all die Stile. Fakt ist doch, dass selbst innerhalb des Smooth Jazz viele verschiedene Stile bestehen. Dabei sollte man doch einfach den jeweiligen Künstler und die Musik respektieren und genießen. Auch die sogenannten “Puristen“ sollten Veränderung anerkennen. Ich denke, dass es immens wichtig ist, dass wir im Jazz voran gehen, um uns eine Zukunft zu sichern. Ich denke, dass Vielfältigkeit genau das ist, was Jazz erst so wunderbar macht!“

 

Holger S. Jansen: “Smooth Jazz ist ja im Allgemeinen schon sehr unterhaltsam. Für “Goin’ All Out“ stimmt das umso mehr. War das eines deiner Ziele?“

 

Eric Darius: “Absolut. Ich möchte, dass sich die Menschen mein Album anhören, und dabei ihre Gedanken weg vom Alltagsstress schweifen lassen können. Sich Entspannen, einen Moment Auszeit nehmen. Besonders in schwierigen Zeiten wie den heutigen brauchen wir etwas, dass uns ab und zu von unseren Problem fort trägt.“

 

Holger S. Jansen: “Wie muss ich mir deine emotionale Bindung zu deinem Instrument, dem Saxofon, vorstellen?“

 

Eric Darius: “Ich spiele direkt aus meinem Herz und meiner Seele. Ich möchte, dass jeder fühlen kann, was ich gerade auf dem Saxofon spiele. Saxofon spielen ist für mich ein Weg, mich auszudrücken, und ich würde mich freuen, wenn jeder sich in meiner Musik selbst reflektieren kann.“

 

Holger S. Jansen: “Im Smooth Jazz gibt es die große Tradition, Songs aus Soul und RnB zu covern. Bei “Goin’ All Out“ ist es unter anderem “Be Without Me“ von Mary J. Blige. Woher kommt diese Tradition?”

 

Eric Darius: “Die Hörer mögen es, etwas zu hören, dass sie kennen, und mit dem sie sich identifizieren können. So sehr sie auch die Originale mögen, so sehr mögen sie es, Variationen davon zu hören, instrumentale Variationen, auf denen sie mitsingen können. Ich habe mich für den Mary J. Blige-Song entschieden, da er eine großes Publikum anspricht, jung bis alt, und weil ich denke, dass eben genau der Song den Menschen gefallen könnte.“

 

Holger S. Jansen: “Eine weitere Tradition des Smooth Jazz ist es, sich Musiker aus dem Genre als Gäste mit ins Boot zu holen, wie Norman Brown, der bei “Just For The Moment“ auf deinem Album dabei ist.“

 

Eric Darius: “Ich bin bereits viele Jahre ein Fan von Normans Art, Gitarre zu spielen. Er ist so soulful, energetisch, dabei sehr präzise. Als ich “Just For The Moment“ schrieb, wollte ich einen Musiker dabei haben, der positive Energie und Spannung in den Song bringen kann. Ich fühlte, dass Norman Brown das perfekt machen würde und mich wunderbar ergänzen könne. Zusammen an dem Song zu arbeiten war eine wunderbare Sache und ich hoffe, dass ich auch in der nahen Zukunft wieder mit ihm zusammen arbeiten kann.“

 

Holger S. Jansen: “Wie war deine Zusammenarbeit mit deinem Produzenten Darren Rahn, mit dem Du ja schon bei deinem “Just Getting Started“-Album zusammen gearbeitet hast?“

 

Eric Darius: “Ich bin seit vielen Jahren mit Darren befreundet. Ich mag seinen Sound und seine Art, Musik zu produzieren. Er ist übrigens auch ein hervorragender Saxofonist. Als es an die Entwicklung von “Goin’ All Out“ kam, war Darren meine erste Wahl. Er versteht die Wichtigkeit, den besten Sound des Saxofons festzuhalten und er findet immer wieder die besten Wege, mich zu meinen besten Leistungen im Studio zu bringen. Es hat unheimlich Spaß gemacht, mit ihm an diesem Projekt zusammen zu arbeiten. Wir haben eine wunderbare Chemie im Studio. Er versteht meine Vision, und weiß genau, was ich mit meiner Musik erreichen will. Ich freue mich darauf, in der Zukunft wieder mit ihm zusammen zu arbeiten.“

 

Holger S. Jansen: “Wer oder was beeinflusst dich in deiner Arbeit?“

 

Eric Darius: “Von einem musikalischen Standpunkt aus sind einige der Einflüsse John Coltrane, Cannonball Adderley, Charlie Parker, Miles Davis, Sonny Rollins, Sonny Stitt, Grover Washington Jr., Kenny Garrett, Michael Brecker, Branford Marsalis, Herbie Hancock, David Sanborn und Kirk Whalum. Als Miles Davis, Cannonball Adderley und John Coltrane zusammen kamen, um “Kind Of Blue“ zu kreieren, war das schon ein ganz besonderer Moment. Übrigens eines der besten Jazz-Alben aller Zeiten. Meine persönliche Lebenserfahrung hat mich inspiriert, meine eigene Musik zu schreiben, da es eine direkte Reflektion meiner Gefühle und Emotionen ist.“

 

Holger S. Jansen: “Hast Du eine Nachricht an die Leser des SOUL TRAIN?“

 

Eric Darius: “An alle angehenden Musiker: Folge deinen Träumen und bleib’ dir selbst treu! Alles ist möglich wenn du nur selbst an dich glaubst und hart arbeitest, um die Ziele zu erreichen, die du dir gesteckt hast!“

 

© Holger S. Jansen

   
 

 

 

 

 

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